Die ungewöhnlichsten Aquarienbewohner

Zu den Haustieren im Aquarium zählen nicht nur Fische oder Schnecken. Heute lässt sich auch ein kleiner Oktopus, ein Molch oder sogar ein Wasserdrache pflegen. Damit Ihr neues Haustier Ihnen Freude bereitet, sollten Sie sich zuvor gründlich mit seinen Haltungsansprüchen vertraut machen.

Die ungewöhnlichsten Aquarientiere

Axolotl (Wasserdrache)

Axolotl

Axolotl gehören zu den interessantesten Tieren, die man im Aquarium pflegen kann. Sie werden nur 15 cm lang, in seltenen Fällen bis zu 30 cm. Aufgrund ihrer charakteristischen äußeren Kiemen und der Schwanzflosse erinnern sie äußerlich leicht an Salamanderlarven. Der Kopf des Wasserdrachens ist abgeflacht und breit, Augenlider fehlen, die Zähne sind klein. Die Gliedmaßen sind nur schwach entwickelt.

Wasserdrachen gibt es in vier Farbvarianten: zwei natürliche und zwei durch Zucht entstandene Farbtöne. Die natürlichen Farben sind Braun mit Flecken sowie Schwarz. Zu den Zuchtformen zählen Hellrosa und Gold.

In freier Wildbahn ernährt sich der Axolotl von Insekten, kleinen Fischen und Würmern. In Gefangenschaft kann die Nahrung aus Forellenpellets, Mückenlarven sowie lebenden oder aufgetauten Regenwürmern bestehen. Kleine Garnelen und Rinderleber mag der Wasserdrache ebenfalls.

Axolotl finden ihr Futter über den Geruchssinn. Sobald sie es entdeckt haben, saugen sie es mit großer Kraft ein. Halten Sie keine anderen Tiere im Aquarium eines Wasserdrachens: Kleinere Mitbewohner werden gefressen, und größere Fische können dem Axolotl schaden — sie knabbern oft während des Schlafs an seinen Kiemenästen und Gliedmaßen, was zu Infektionen führen kann.

interessante Aquarien
Aquarienbewohner
Axolotl lebt in einem Aquarium

Der Wasserdrache gedeiht bei Wassertemperaturen von +14 bis +20 °C. Ist das Tier krank, sollte die Temperatur auf +10 °C gesenkt werden, um eine gesteigerte Fresslust zu vermeiden. Für ein geeignetes Mikroklima empfiehlt sich der Einsatz eines Aquarienkühlers, eines Filters und eines Entchlorers.

Pro Tier wird ein Becken mit 50 Litern Volumen und einem Wasserstand von 150 mm empfohlen. Ein Ausströmer ist zulässig. Wöchentlich müssen 20 % des Wassers gewechselt werden. Feiner Kies als Bodengrund ist ungeeignet, da der Axolotl Steine verschlucken kann.

Im Aquarium sollten Schwimmpflanzen vorhanden sein, die dem Tier als Versteck dienen, sowie kleine Höhlen. Eine starke Beleuchtung ist nicht nötig, da der Wasserdrache nachtaktiv ist.

Molche im Heimaquarium halten

Molche sind eine Gruppe der Schwanzlurche mit zahlreichen Arten und Unterarten. Für die Heimhaltung eignen sich allerdings nur wenige davon.

Lissotriton vulgaris (der Teichmolch)

Lissotriton vulgaris

Der Teichmolch wird lediglich 7–11 cm lang. Weibchen sind etwas kleiner als Männchen. Die Körperfarbe reicht von grünlich bis bräunlich, der Bauch ist gelblich oder hellorange. Zur Paarungszeit entwickeln die Männchen einen Rückenkamm.

Für eine artgerechte Haltung benötigt der Molch ein Aquarium mit mindestens 15 Litern Volumen. Im Inneren sollten eine oder mehrere Inseln eingerichtet werden, da das Tier gelegentlich an Land geht. Die Wassertemperatur kann zwischen +18 und +22 °C variieren. In der Winterruhe wird sie auf +5 bis +8 °C gesenkt.

Der Bodengrund muss grobkörnig sein, damit der Molch keine einzelnen Partikel verschlucken kann. Zur Aufrechterhaltung des Stickstoffkreislaufs sollten lebende Pflanzen im Terrarium platziert werden. Dichter Pflanzenwuchs schafft zudem die Voraussetzungen für die Fortpflanzung: Das Weibchen legt darin seine Eier ab und klappt die Blätter so zusammen, dass der Nachwuchs zuverlässig geschützt ist.

Wöchentlich sollten 15–30 % des Wassers gewechselt werden. Ein Filter, der das gesamte Aquarienvolumen 6- bis 10-mal pro Stunde umwälzt, ist unerlässlich.

Lissotriton vulgaris
Aquarienbewohner von Lissotriton vulgaris

Molche sind Raubtiere und fressen mit Vergnügen kleine lebende Fische, Regenwürmer und Grillen. Auch gefrostete Mückenlarven werden gut angenommen. Sie können fettarmes Fischfleisch und Garnelen anbieten. Jungtiere werden täglich gefüttert, erwachsene Tiere 2–3 Mal pro Woche. Regelmäßige Gaben von Vitaminpräparaten und Kalzium werden empfohlen.

Molche häuten sich gelegentlich — und die abgestreifte Haut wird anschließend von den Amphibien aufgefressen.

Die Vergesellschaftung mit Fischen ist problematisch, da diese wärmeres Wasser bevorzugen. Zur Winterruhe muss der Molch in ein separates Terrarium umgesetzt werden. Hinzu kommt, dass er kleine Fische fressen kann.

  • Molche erkranken gelegentlich. Ursachen sind Infektionen, Parasiten und Pilzbefall. Die gefährlichste Krankheit ist das sogenannte „Rote-Bein-Syndrom" bzw. die Sepsis.
  • Das Hauptsymptom sind Einblutungen unter der Haut am Bauch und an den oberen Gliedmaßen, wodurch diese eine leuchtend rote Färbung annehmen.
  • Ein erkranktes Tier muss sofort isoliert und eine Behandlung eingeleitet werden.
  • Zunächst empfiehlt es sich, eine Tierarztpraxis aufzusuchen und das Tier untersuchen zu lassen.

Pleurodeles waltl (der Spanische Rippenmolch)

Pleurodeles waltl AquarientiereDer Spanische Rippenmolch ist größer als Lissotriton vulgaris: Er wird 23 cm lang und benötigt daher ein größeres Terrarium.

Bei der Haltung dieser Art ist zu beachten, dass an den Flanken spitze Rippenenden hervortreten können, die eine giftige Substanz absondern.

Die Flüssigkeit kann allergische Reaktionen auslösen. Das Tier sollte nicht mit bloßen Händen angefasst werden.

Triturus cristatus (der Kammmolch)

Der Kammmolch ist ein mittelgroßer Schwanzlurch und wird bis zu 18 cm lang.

Triturus cristatus ungewöhnliche Bewohner des Aquariums
Triturus cristatus Tier für Aquarium
Triturus cristatus, der ungewöhnlichste Bewohner des Aquariums

Er trägt einen unterbrochenen Rückenkamm, und in seiner Haut sitzen Giftdrüsen.

Garnelenarten für das Heimaquarium

Babaulti-Garnelen

  • Die Babaulti-Garnele ist leuchtend grün. Diese Süßwassergarnelen können ihre Körperfärbung zu Hellbraun oder Rot verändern — der Farbton hängt von Stimmung, Ernährung und Haltungsbedingungen ab.

Blauer Traum

  • Die Blue Dream stellt keine besonderen Ansprüche an die Einrichtung. Wichtig sind ausreichend Pflanzen, Moos und Wurzelholz. Ein Rückzugsort für die Garnele sollte eingerichtet werden; trockene Eichen- oder Buchenblätter sind willkommen.

Kirschgarnelen

  • Die Red-Cherry-Garnele (Sakura) ist eine durch Selektion gezüchtete Form. Sie sitzt viel regungslos, daher sind Verstecke in Form dichter Bepflanzung wichtig. Dort halten sich die Tiere auch nach der Häutung auf.

Fernöstlich

Die Fernost-Garnele (Palaemonetes sinensis) ist eine durchsichtige Garnele mit dunklen, längsverlaufenden Streifen am ganzen Körper. Ihre Farbe hängt von der Farbe des Futters und dem Farbton des Bodengrunds ab. Sie wird etwa 5 cm lang.

Einige Vertreter der Gattung Macrobrachium erreichen Längen von 15–20 cm.

Pinocchio

  • Die Pinocchio-Garnele ist eine durchsichtige Garnele mit langer roter Nase — daher der Name.

Schneeflocke

  • Die Snowflake-Garnele ist mit 2–2,5 cm sehr klein. Voraussetzung für die Haltung sind Filtration, Belüftung sowie niedrige Stickstoffwerte im Wasser.

Glas

  • Die Glasgarnele wird bis zu 4 cm lang und lebt 1 bis 1,5 Jahre. Das nahezu unsichtbare Tier braucht Verstecke — dichte Pflanzen, Steinhaufen oder Wurzeln eignen sich dafür.

roter Kardinal

  • Die Kardinalgarnele ist in Kirsch- und Rottönen gefärbt, mit weißen Flecken an den Seiten. Ihr Lebensraum sollte viele Aquarienpflanzen, Wurzelholz und Steine enthalten.

Mehrfarbiges Rili

Die Rili-Garnele wurde von einem japanischen Züchter erschaffen. Für die Zucht genügt ein Aquarium mit bis zu 10 Litern Volumen.

Die geeignete Wassertemperatur liegt bei +22 bis +28 °C. Diese Garnelen werden am besten in Gruppen ab 10 Tieren gehalten.

Im Aquarium sollten Verstecke — etwa Moose oder dichte Bepflanzung — vorhanden sein.

Zwergkrabben und größere Arten

Neben Fischen lassen sich im Aquarium auch Süßwasserkrabben halten.

Zwergspinnenkrabbe

  • Die kleinste ist die Zwergspinnenkrabbe (Limnopilos naiyanetri). Sie wird selten auch nur 1,5 cm lang. Vertreter dieser Art sind harmlos, beschädigen keine Aquarienpflanzen und geraten mit kleinen Fischen oder Garnelen nicht in Konflikt. Sie fressen Garnelenfutter.

Rote Mangrovenkrabbe

  • Die Rote Mangrovenkrabbe geht häufig an Land, daher muss im Aquarium eine entsprechende Insel eingerichtet werden. Das Behältnis muss sorgfältig verschlossen sein, um ein Entkommen zu verhindern.

Tomatenkrabbe

  • Die kleine Tomatenkrabbe fühlt sich in einem Paludarium wohl. Das Tier klettert mühelos an Silikonnähten und Gerätekabeln entlang, daher muss das Becken mit Glas oder Gitter abgedeckt werden.

blaue Krabbe

  • Deutlich größer ist die Blaue Krabbe. Ihre Haltungsbedingungen entsprechen denen der Mangrovenkrabbe, allerdings ist ihre Ernährung stärker pflanzlich geprägt: Sie frisst gern Eichen- oder Mandelblätter.

Pazifisches Indigo (Regenbogenkrabbe)

  • Die Regenbogenkrabbe ist der ungewöhnlichste Vertreter unter den Aquarien-Krabben. Ihr Panzer ist blau, die Beine sind orange, der Bauch weiß mit blauen Adern. In Gefangenschaft lebt sie 7 bis 10 Jahre und frisst Obst, Gemüse und Fleisch.

Für die Haltung werden ein Becken von 60 × 45 × 45 cm sowie leicht gesalzenes, qualitativ hochwertiges Wasser benötigt.

Flusskrebse zu Hause halten

Für einen einzelnen Flusskrebs genügt ein Becken mit 30–40 Litern. Sollen mehrere Tiere gehalten werden, sollte das Mindestvolumen 80 Liter betragen. Im Aquarium sind Verstecke wie Höhlen oder umgedrehte Tontöpfe einzurichten. Flusskrebse fressen sich gegenseitig — besonders während der Häutung — daher muss genügend Rückzugsraum vorhanden sein.

AquariumkrebseZur Wasseraufbereitung ist ein Innenfilter vorzuziehen, denn durch die Schläuche von Außenfiltern klettern Krebse leicht nach draußen — und ohne Wasser überleben sie nicht lange. Außerdem muss das Aquarium dicht abgedeckt sein.

Flusskrebse erhalten spezialisiertes Futter. Einmal pro Woche dürfen sie mit Stücken von Fischfilet und Garnelen verwöhnt werden.

Häufiges Füttern mit proteinreicher Kost ist nicht empfehlenswert, da dies die Aggressivität erhöht.

Die Vergesellschaftung von Flusskrebsen und Fischen wird nicht empfohlen, da die Fische mit hoher Wahrscheinlichkeit gefressen werden.

Aquarienfrösche

Albino-Krallenfrosch

Der Albino-Krallenfrosch (Xenopus laevis) ist die häufigste Art. Pro Tier wird ein 10-Liter-Becken benötigt. Die geeignete Wassertemperatur beträgt +18 bis +22 °C. Eine Haltung bei 24–26 °C ist zwar möglich, verkürzt aber die Lebenserwartung. Die maximale Körpergröße liegt bei 8 cm; einzelne Tiere können jedoch bis zu 16 cm erreichen.

Zur Einrichtung des Beckens wird ein leistungsstarker Filter benötigt, der mit der anfallenden Schmutzmenge fertig wird. Das Gerät sollte jedoch keine starke Strömung erzeugen, da die Tiere in der Natur in stehenden Gewässern leben. Das Aquarium muss mit einem Deckel abgedeckt werden; es bleibt nur ein kleiner Spalt für den Luftaustausch frei.

Die Nahrung dieser Amphibie besteht aus kleinen Mückenlarven, planktonischen Krebsen, Regenwürmern und magerem Fleisch. Frösche neigen zur Überernährung, daher muss die Futtermenge kontrolliert werden. Zweimal pro Woche zu füttern genügt.

Hymenochirus (der Afrikanische Zwergkrallenfrosch) wird nur 4–6 cm lang. Er hat dünne Beine, einen runden Körper und eine spitze Schnauze. Der Frosch kann in einem 5-Liter-Becken mit Filter gehalten werden.

Afrikanischer Hymenochirus
Afrikanischer Hymenochirus

Die angenehme Wassertemperatur liegt bei +24 bis +26 °C. Gefüttert wird alle zwei Tage mit Mückenlarven, Daphnien und Tubifex.

Einen Oktopus zu Hause halten

Der Oktopus ist ein intelligentes, exotisches Tier. In Gefangenschaft erreicht er einen Durchmesser von 20–25 cm. Der Kopffüßer benötigt ein Becken mit mindestens 350 Litern und Filtern, die das Wasser nicht nur reinigen, sondern auch seine chemische Zusammensetzung optimal halten.

Eine konstante Belüftung ist ebenso wichtig. Oktopoden stellen hohe Ansprüche an die Wasserqualität. Als Bodengrund dient grober Sand und Korallenbruch in einer 7–9 cm dicken Schicht.

Im Aquarium müssen Verstecke für den Oktopus eingerichtet werden. Das Becken ist mit einem Deckel oder einem Kunststoffgitter zu sichern. Die Beleuchtung sollte moderat oder gedämpft sein; direktes Sonnenlicht ist vollständig auszuschließen.

Kraken Bewohner des Aquariums
Kraken
Kraken sind ungewöhnliche Aquarienbewohner

Oktopoden erkennen ihren Halter wieder. Nähern Sie sich Ihrem Pflegling jedoch ruhig und langsam, um ihn nicht zu erschrecken und einen Tintenausstoß zu vermeiden.

Andernfalls muss das Wasser gewechselt werden. Unter ungünstigen Bedingungen erkrankt das Tier: Sein Körper wird heller, es hört auf zu fressen und zieht sich in sein Versteck zurück.

Schneckenarten

Schnecken gelten als ebenbürtige Aquarienbewohner wie Fische, Krebse oder Garnelen. Manche Arten dieser Gastropoden sind nützlich, andere gefährden Pflanzen oder ihre Artgenossen, und viele sind neutrale Mitbewohner.

Gelbe Apfelschnecken (Pomacea bridgesii)

Gelbe Ampularien

Apfelschnecken stellen keine besonderen Ansprüche an ihre Lebensbedingungen. Eine Schnecke mit 5–15 cm Größe benötigt 9 Liter Wasser. Das Aquarium sollte geräumig und abgedeckt sein und ausreichend Luftraum über der Wasseroberfläche bieten.

Sie können mit lebendgebärenden Fischen vergesellschaftet werden. Raubfische als Mitbewohner sind unerwünscht, da diese die Schnecken fressen könnten. Die Schnecken selbst ernähren sich von Fischfutter.

Das Weibchen legt seine Eier ausschließlich nachts an den Aquarienscheiben ab. Der Nachwuchs schlüpft nach 25 Tagen.

Apfelschnecken leben etwa 4 Jahre; bei einem starken Temperaturanstieg verkürzt sich die Lebensdauer jedoch auf ein Jahr. Für ein angenehmes Leben sollten Wassertemperaturen zwischen +17 und +30 °C eingehalten werden.

Thiaridae melanoides (die Malaysische Turmdeckelschnecke)

Thiaridae melanoidesDiese Schneckenart ist sehr beliebt. Turmdeckelschnecken siedeln sich im Aquarium häufig von allein an, weil sie als Eier an Pflanzen eingeschleppt werden.

Angenehme Wassertemperatur: +20 bis +30 °C.

Ausgewachsene Tiere werden nicht länger als 3 cm. Diese Schnecken leben am Bodengrund und stören die übrigen Aquarienbewohner nicht.

Sie ernähren sich von Pflanzen und den Ausscheidungen anderer Fische. In einem einzigen Gelege können bis zu 60 winzige Schnecken heranwachsen.

Die kleine Blasenschnecke (Physa)

Dank des besonderen Gehäusebaus kann die Blasenschnecke auch die entlegensten Ecken des Aquariums erreichen. Die Schnecke wird nur 2 cm groß. Diese Gastropoden atmen über Lungen und können daher auch zeitweise ohne Wasser überleben.

Schneckenphysa
Physa-Schneckenbewohner des Aquariums außer Fischen

Die Blasenschnecke knabbert gern frische Blätter lebender Pflanzen an. Sie legt mindestens 20 Eier auf Unterwassergegenstände ab. Physa befreit das Aquarium von Bakterien, Schmutz und Futterresten. Die optimale Wassertemperatur liegt ab +20 °C aufwärts.

Die Raubschnecke Helena (Clea helena)

HelenaDiese Vertreterin der Schneckenfamilie ist in der Lage, nicht nur verwandte Arten, sondern auch Artgenossen zu vertilgen.

Die Raubschnecke wird ins Aquarium eingesetzt, um die Population anderer Schnecken zu regulieren.

Sie gräbt sich in den Bodengrund ein, daher sollte dieser aus Sand oder feinem Kies bestehen. Fehlen andere Schnecken, frisst Helena auch Fischfutter.

Helena ist wenig fruchtbar: Sie legt nur ein einziges Ei ab. Von den winzigen Jungtieren erreicht nur ein kleiner Teil das Erwachsenenalter.

Zebra- und Tigerschnecken

Rennschnecken (Neritina) sind Süßwasserschnecken und die besten Algenvertilger im Aquarium. Besonders interessant sind zwei Varianten:

Zebra
Tiger

Rennschnecken haben eine kurze Lebensdauer — etwa ein Jahr. Manche Tiere sterben direkt nach dem Kauf aufgrund des plötzlichen Umgebungswechsels, andere erreichen bis zu zwei Jahre. Stirbt eine Schnecke, sollte sie sofort aus dem Aquarium entfernt werden, damit sie das Wasser nicht verdirbt.

TigerschneckenRennschnecken sind pflegeleicht und anspruchslos. Sie passen sich nahezu allen Wasserparametern an — wichtig ist lediglich, das Temperaturfenster von +24 bis +27 °C einzuhalten.

Schnecken sollten nur in ein eingefahrenes, gut bepflanztes Aquarium eingesetzt werden. Damit sich das Gehäuse normal entwickeln kann, muss das Wasser hart sein.

Rennschnecken sind sehr aktiv und hinterlassen stets saubere, algenfreie Flächen.

Pflanzenblätter werden dabei nicht beschädigt. Die Tiere sind in der Fressphase aktiv und können anschließend für mehrere Tage in eine Ruhepause verfallen. Bestehen Zweifel, ob das Tier noch lebt, riechen Sie daran: Ein totes Tier verströmt einen deutlich wahrnehmbaren unangenehmen Geruch.

Weitere Arten

Planorbarius

Posthornschnecken (Planorbarius) sind eine weit verbreitete Aquarienschnecke. Diese kleine, nur 3 cm lange Schnecke atmet sowohl im Wasser als auch an der Luft. Die harmlosen Posthornschnecken ernähren sich von Pflanzen, Futterresten und gelegentlich Bakterien und reinigen so ihren Lebensraum. Planorbarius legt seine Eier auf Unterwassergegenstände ab. Einen Monat später schlüpfen die Jungtiere.

Tylomelania sind wunderschöne Schnecken mit einer ungewöhnlich geformten Schale. Das bis zu 10 cm lange Weichtier benötigt Grotten und Verstecke, in die kein helles Licht dringt.

Tylomelania
Tilomelania-Aquarium
Tilomelania-Aquarienbewohner

Im Aquarium sollte genügend freier Raum vorhanden sein — mindestens 15 Liter pro Tier. Tylomelanien sind gern allein, können aber mit einer geringen Anzahl Fischen oder Krebstieren vergesellschaftet werden.

Diese Weichtiere fressen alles und in großen Mengen. Ist nicht genug Futter vorhanden, beginnen sie, die Pflanzen zu schädigen. Im Gegensatz zu anderen Schnecken leben Tylomelanien in weichem, warmem Wasser (+20 bis +32 °C) mit hohem Säuregehalt.

Wasserschildkröten

Wasserschildkröten

Wasserschildkröten werden aufgrund ihrer pflegeleichten Haltung gern als Haustiere gewählt. Die Vorteile ihrer Haltung sind:

  • Anspruchslosigkeit. Für das Reptil genügt es, ein geeignetes Aquaterrarium einzurichten und es regelmäßig und korrekt zu füttern.
  • Günstige Fütterung. Ein erwachsenes Tier wird 2- bis 4-mal pro Woche gefüttert.

  • Ruhiges Wesen. Die Schildkröte gibt keine lauten Geräusche von sich.
  • Lange Lebensdauer. Das robuste Tier kann 30–40 Jahre alt werden.

Rotwangen-Schmuckschildkröten

Die durchschnittliche Größe einer Rotwangen-Schmuckschildkröte liegt bei 25 bis 30 cm. Die genauen Maße hängen von den Haltungsbedingungen ab. Männchen sind stets kleiner als Weibchen. In menschlicher Obhut leben die Schildkröten fast doppelt so lang wie ihre wildlebenden Verwandten — bis zu 40 Jahre. Geruchs- und Sehsinn dieses Reptils sind gut ausgeprägt.

RotohrschildkrötenEs kann Farben sowohl im Wasser als auch an Land unterscheiden. Bewegungen nimmt die Schildkröte aus bis zu 40 m Entfernung wahr.

Ihr ausgezeichneter Geruchssinn hilft beim Aufspüren von Futter. Der Hörsinn ist dagegen schwach entwickelt; der Panzer ist berührungsempfindlich, weil zahlreiche Nerven hindurchverlaufen.

Beim Anfassen sollte man vorsichtig sein, denn Rotwangen-Schmuckschildkröten können strampeln, beißen und kratzen.

Das Reptil ist häufig Träger von Salmonellen; daher darf es nicht in die Küche oder an andere Orte, an denen Lebensmittel zubereitet werden, gelangen.

Pro Tier wird ein Aquarium mit 200 Litern benötigt, ausgestattet mit einem Aquarienheizer, einem Filter, einer UV-Lampe, einem Thermometer, einer Leuchte und einer Landfläche (Insel). Als Bodengrund eignen sich große Steine.

Gefüttert wird mit speziellen Fertigfuttermitteln, Gemüse, Aquarienpflanzen, Insekten, Fisch und Wirbellosen. Die Futtermenge muss kontrolliert werden, da Schildkröten zur Überfütterung neigen. Außerdem benötigt das Tier Wasser zum Schlucken, da es keinen Speichel produziert.

Weichschildkrötenarten

Die Chinesische Weichschildkröte (Pelodiscus sinensis) ist eine Wasserschildkröte mit bis zu 20 cm Größe. Das Reptil hat einen weichen Lederpanzer und eine längliche, rüsselartige Nase.

Trionix-Chinesen
Afrikanischer Trionix

Diese Dreikrallen-Schildkröten sind sehr beweglich und aggressiv. Mit den scharfen Platten ihrer Kiefer verletzen sie nicht selten den Halter. Für die Heimhaltung sollte ein frisch geschlüpftes Tier erworben werden.

Die Afrikanische Weichschildkröte (Trionyx triunguis) ist eine große Schildkröte und erreicht Längen von bis zu 90 cm. Die Jungtiere wachsen schnell, und das Reptil beißt. Eine Heimhaltung dieser Art wird nicht empfohlen.

Ungewöhnliche Aquarienfische

Schwarzes Messer

  • Der Schwarze Messerfisch (Apteronotus albifrons) gehört zu den ungewöhnlichsten Fischarten. In Gefangenschaft wird er bis zu 50 cm lang und benötigt daher ein geräumiges Aquarium. Flossen sind kaum vorhanden, sein Sehvermögen ist schwach. Stattdessen erzeugt er um sich herum ein schwaches elektrisches Feld, mit dem er sein Futter aufspürt. Er ernährt sich von Mückenlarven und Muscheln.

Drachen-Lippfisch

  • Der Drachen-Lippfisch ist ein exotischer Fisch mit aggressivem Wesen. Er ist nur tagsüber aktiv; nachts gräbt er sich in den Sand oder verharrt regungslos. Ein Jungtier benötigt 250 Liter Beckenvolumen, ein ausgewachsener Fisch 500 Liter oder mehr. Er ernährt sich vom Fleisch von Meeresfischen, Tintenfischen und Muscheln. Gefüttert wird dreimal täglich.

Blauer Delphin

  • Der Blaue Delphin-Buntbarsch (Cyrtocara moorii) ist ein ruhiger Aquarienbewohner, der bis zu 25 cm lang wird. Dieser Fisch benötigt ein Becken ab 400 Litern. Fleischfutter sollte in kleinen Portionen bis zu fünfmal täglich verabreicht werden.

Kofferfisch

  • Der Kofferfisch hat die Form eines Würfels und wird bis zu 45 cm lang. In der Natur ernährt er sich von Algen und kleinen Krebstieren; in Gefangenschaft ist eine gemischte Ernährung daher möglich.

Tipps für die Auswahl des perfekten Tieres

Die folgenden Empfehlungen helfen Ihnen, bei der Wahl eines Aquarienbewohners keinen Fehler zu machen:

  1. Da ungewöhnliche Tiere eine besondere Pflege und Haltung verlangen, sollte die Entscheidung, ein solches Haustier anzuschaffen, gut überlegt sein. Wägen Sie die Entscheidung von allen Seiten ab: Welche Ausstattung ist für ein artgerechtes Leben des neuen Bewohners nötig? Lassen sich die Bedingungen für ein erfülltes Leben, die richtige Fütterung und die Fortpflanzung überhaupt schaffen?
  2. Informieren Sie sich über alle Risiken der Haltung — insbesondere über die Krankheiten, für die das jeweilige Tier anfällig ist.
  3. Es lohnt sich, das ausgewählte Tier einige Zeit im Geschäft zu beobachten, um zu sehen, wie es sich im Umfeld anderer Aquarienbewohner oder allein verhält.

Das Personal des Zoofachgeschäfts kann ebenfalls eine erste Anlaufstelle sein. Am besten holen Sie sich jedoch zuerst Informationen aus unabhängigen Quellen — zum Beispiel aus dem Austausch mit Züchtern in einschlägigen Foren.

Vorherige
Weitere BewohnerDas beste Aquarium für Rotwangen-Schmuckschildkröten

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Bewerten Sie ihn:

Nicht wirklich
0
Gut
0
Ausgezeichnet
0

Fehlerbericht

Der folgende Text wird anonym an den Autor des Artikels gesendet: